Lisa Grätsch

Lisa Grätsch
Foto: Monika Hanfland, 2021

Die digitalen Collagen von Lisa Grätsch (*1998 in Essen) kreisen um die Themen Erinnerung, Erwachsenwerden und Familie. Eine Vogelperspektive einnehmend, schildern sie unberührt persönliche, teils brutale Erlebnisse. Durch die Verbindung naturgetreuer Objektivität der Darstellung und der offenbarten Subjektivität der Inhalte, löst Grätsch ein Unbehagen aus. Ein Unbehagen das Fragen nach Authentizität und Fiktion freisetzt, die ebenso den geschil-derten Mutter­Tochter­Konflikt dominieren. Die Wiedererkennbarkeit einzelner Individuen sowie die Transparenzen, Verzerrungen und Wiederholungen der symbolartigen Objekte schaffen eine unauflösliche Spannung. Letz-tere sind konkret sinnbildlich und damit bedeutungsimmanent – wie das rohe Fleisch oder die Aloe Vera – manchmal aber auch nur als formale Anspielung zu lesen – wie die Maiskolben oder die Heidelbeeren. Mitsamt der gewichtigen Bildtitel entstehen auf diese Weise Chiffren einer eindringlichen Ausein-andersetzung mit dem Selbst.

Text: Linda Schröer

Lisa Grätsch im Atelier. Foto: Monika Hanfland
Harnableitendes Phantasma
Lisa Grätsch im Atelier. Foto: Monika Hanfland
Lisa Grätsch im Atelier. Foto: Monika Hanfland
Emerging Artists Ausstellungsansicht von Lisa Grätsch
Siamesischer Magengeschwürbrocken
Prinzess Unterhosen Verstümmelung
Kadaver Spekulation auf Crange
Lisa Grätsch im Atelier. Foto: Monika Hanfland
Lisa Grätsch im Atelier. Foto: Monika Hanfland

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