Lucrezia Zanardi

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Lucrezia Zanardi
Foto: Karol Pryk, 2019

Lucrezia Zanardi stellt Fragen zum Umgang mit individueller wie auch kollektiver Geschichte, Fragen zu Erinnern und Vergessen sowie nach den diesbezüglichen Möglichkeiten, aber auch Grenzen künstlerischer Medien. Während ihre frühen Arbeiten von Überlegungen zur Vermittlung persönlicher Erfahrung durch Fotografie geprägt waren, fokussiert sie sich seit April 2017 auf das Leben Etty Hillesums (*1914 in Middelburg, NL; †1943 in Auschwitz-Birkenau): Deren von 1941 bis 1943 geführten Tagebücher wurden erst 1981 veröffentlicht, jedoch später in insgesamt 17 Sprachen übersetzt.

Het verstoorde Leven dokumentiert eine philosophisch, religiös, musisch und literarisch geprägte Auseinandersetzung mit dem Leben als jüdische Intellektuelle zu Zeiten der deutschen Besatzung. Zanardi begann das Buch mit 14 Jahren zu lesen und ist seitdem vor allem von Hillesums kreativem Schaffensdrang und sensiblem Umgang mit Sprache fasziniert. Die Quintessenz ihrer Reisen zu Forschungs- und Erinnerungszentren, zu Konferenzen und an die Originalschauplätze von Hillesums Leben finden sich nun in ihren schaukastenähnlichen Arrangements wieder. Die Fotos der Recherchereisen, Archivbilder sowie handschriftliche Tagebuchauszüge fragen danach, wie Erinnerung im Medium der Fotografie lebendig gehalten werden kann. Unter anderem geprägt vom Phänomen der anwesenden Abwesenheit und dem Wunsch nach Vergegenwärtigung, sind die Arbeiten Ausdruck der Suche nach Mitteln einer nachvollziehbaren Wanderung durch die Zeit.

 

Lucrezia Zanardi (*1994 in Bologna) schloss, bevor sie 2017 mit dem Studium der Fotografie - Photographic Studies an der FH Dortmund begann, ein Bachelorstudium im Bereich Multimedia Arts an der Università Iuav di Venezia ab, wobei sie im Rahmen eines Erasmusaustausches ein Jahr an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (2014) verbrachte.

 

Text: Linda Schröer

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