Angelina Rolla

Angelina Rolla

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Angelina Rolla
Foto: Marsha Zeitheim/Mareile Zimmermann

Angelina Rolla
Foto: Marsha Zeitheim/Mareile Zimmermann

Die Linie bestimmt alles!

Ausgehend von der unbändigen Faszination für Schatten entstehen die graphischen Zyklen von Angelina Rolla (*1990 in Essen). In einer Hybridisierung von klassischem Linolschnitt und der Tuschezeichnung eruiert sie die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des formalen Mittels der Linie. 

Mit den Schatten als Inspirationsquelle geht Rolla ursprünglich von Gegenständen und Objekten aus. Diese dekonstruiert sie jedoch anschließend und transformiert die Schattenwürfe in die reduzierten Formen der Linie, überträgt einzelne Partien fragmentartig auf einen Linolstempel und überführt das ursprüngliche Objekt in einen rein formalen Aspekt. Der Abstraktionsprozess steigert sich zudem in dem partiellen Übereinanderlegen unterschiedlichster Druckstöcke und Stempel sowie in den hinzugefügten Linien aus Tusche. Im Konterkarieren organisch geschwungener sowie geometrisch angelegter Linien und Formen verschafft sich die Künstlerin eine nahezu unerschöpfliche kompositorische Vielfalt in ihren graphischen Serien.

Mit der bewussten Limitierung auf die Farbe Schwarz, erschließt die Künstlerin Tiefe und Raum. Über die Abstufungen entstehen verschiedene Grauwerte, welche sich durch Verdichtung, laut Rolla, „als vibrierendes Gewebe vereinen“ und zu einer semipermeablen Form verschmelzen. Der Auseinandersetzung mit den Tonwerten und der Räumlichkeit widmet sie sich ebenso in ihren neuesten Arbeiten, wie dämmerschwarz, in denen die Formensprache in das Medium des Scherenschnitts übertragen wird. Hierbei eröffnet sich über die Schattenwürfe eine weitere Ebene des Liniengefüges. 

Durch das wiederholte Überblenden einzelner Bildkomponenten offenbart sie dem Betrachter ihre Arbeitsweise, die sich anhand des Entstehens von deutlichen Strukturen und der Spuren des Druckprozesses auf dem Bildträger verfolgen lässt. Der von Rolla intendierte Aspekt des gleichzeitigen Verlustes von Gegenständlichkeit und Bedeutungsebenen lässt dem Betrachter jegliche Freiheit beim Erschließen ihrer Werke.

Angelina Rolla studierte bis 2017 Kunst mit dem Schwerpunkt Graphik bei Prof. Bettina van Haaren.

Text: Andree Höppe

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