Ulvis Müller

Ulvis Müller

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Ulvis Müller
Foto: Marsha Zeitheim/Mareile Zimmermann

Eckige und runde Formen dehnen und zwängen sich zugleich, sie wachsen und schwinden. Jede von ihnen führt zu einer anderen, ist von ihr durchbrochen, stellt sich ihr entgegen, geht in ihr auf. Der Blick wird absorbiert, in die Mitte gesogen und springt ständig wieder zurück, um sich in Details zu verlieren. Details, die durch ihre vermeintlich unendliche, serielle Wiederholung ein großes Ganzes bilden, aber auch immer wieder auf sich selbst und auf ihr Gemachtsein verweisen. Das Ineinandergreifen jeder einzelnen Form bedingt die Stetigkeit der Ausführung. Der Künstler beschreibt das Werk als einen lebendig gewordenen Prozess. Die Arbeit an ihm selbst wird kongruent zu der Arbeit an dem Objekt, ohne dass er je an dem Objekt gearbeitet hätte, sondern immer nur an sich selbst und dem wie er aussieht.

Ulvis Müllers (*1991 in Riga, Lettland) künstlerischer Ansatz bewegt sich zwischen den Medien: Während seine früheren Arbeiten die Synthese zwischen Malerei und Skulptur durch das Spiel von Vorder- und Rückseite anstreben, befreit sich die Arbeit o.T. vollends von der Fläche, expandiert und bedient sich indes beim Material dem Gerüst der Malerei. 2014 gründet er u.a. mit Max Hölter, David Mellin, Steffen Mischke und Sabrina Podemski das Maler-Kollektiv „Neuer Graben“, welches seitdem zwischen Rhein und Ruhr raumgreifende Malereien entwickelt und inszeniert. Seither ergänzt Müller zunehmend seine eigene malerische Arbeit mit dem Aspekt von Räumlichkeit. In den jüngsten Arbeiten ist der Raum nicht länger ein bildgebendes Thema, stattdessen bewahrt das Bild als Objekt seine Eigenständigkeit, wird so zu einem losen Objekt im Raum, um nach den Bedingungen von Malerei zu fragen.

Ulvis Müller studierte seit 2011 zunächst bei Prof. Jan Kolata Kunst im Lehramt an der TU Dortmund und erhielt hier 2013 den Kunstpreis für Malerei. Seit 2015 studiert und arbeitet er als wissenschaftliche Hilfskraft in den Disziplinen Plastik/Interdisziplinäres Arbeiten und Malerei bei Prof. Ursula Bertram (Zentrum für Kunsttransfer/[ID] factory) sowie bei Prof. Tillmann Damrau. 

Text: Linda Schröer

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